Essen mit Kindern auf AIDA
(A)nschließend (I)ist (D)iät (A)ngesagt.
Ich sage immer: AIDA steht für „Anschließend Ist Diät Angesagt“. Wer einmal an Bord war, weiß warum. Man hört eigentlich nie auf zu essen. Frühstück, Mittagessen, Kuchen, Snacks, Streetfood, Abendessen – Hunger ist auf der AIDA schlicht nicht vorgesehen.
Aber wie läuft das eigentlich mit Kindern ab? Wo geht man hin, was empfehle ich, was nervt mich – und welche Geheimtipps kenne ich nach über zehn Reisen? Hier ist meine ehrliche Übersicht.
Einen Platz finden im Buffetrestaurant
Etwa 2.000 – 5.000 Menschen sind auf einem AIDA-Schiff. Und pünktlich zur Essenszeit denken gefühlt alle gleichzeitig dasselbe. Zum Glück gibt es viele Restaurants an Bord – die Massen verteilen sich schnell. Aber es kann trotzdem ein paar Minuten dauern bis man einen geeigneten Platz gefunden hat. Die Kellner helfen dabei übrigens sehr gerne.
Mein wichtigster Tipp: Erst Platz suchen, dann Essen holen. Nicht mit gefüllten Tellern durch das Restaurant laufen und einen freien Tisch suchen. Das klingt offensichtlich – aber im Trubel vergisst man es schnell.
Ich habe noch niemanden getroffen der auf AIDA nichts gefunden hat das ihm schmeckt. Fleisch, vegetarisch und – zu meiner persönlichen Freude – immer mehr vegane Optionen. Die Auswahl wächst von Reise zu Reise.
Frühstück, Mittagessen, Kuchen, Snacks, Streetfood, Abendessen – es gibt eigentlich immer etwas. Hunger kennt man auf der AIDA nicht. Nur Völlegefühl. 😄
In der Feriensaison sind die Stoßzeiten deutlich spürbarer. Wer kann, geht nicht sofort wenn das Restaurant öffnet. Meist reicht es eine halbe bis eine Stunde zu warten – dann sind die Teller der anderen gefüllt, alle sitzen am Tisch, und das Buffet ist wieder gut zugänglich.
Unsere Sitzplatz-Strategie – die sich über die Jahre verändert hat
Als die Kids noch kleiner waren, haben wir immer einen Fensterplatz gesucht. Wenn sie mit dem Essen fertig waren, konnten sie nach Meerestieren oder anderen Schiffen Ausschau halten. Das hat uns viele ruhige Abendessen gerettet.
Mittlerweile suchen wir einen Platz direkt in der Nähe des Buffets. Meine Töchter wollen selbst losholen – Getränke, Nachschlag, Dessert. Die Nähe zum Buffet bedeutet: ich behalte sie im Blick, sie haben ihre Freiheit, und niemand verläuft sich.
Wer dem Troubel des Buffetrestaurants entgehen möchte kann sich einen Tisch in Menü Restaurants suchen. Es gibt auf den Schiffen unterschiedliche Möglichkeiten, dazu findet ihr weitere Artikel in meinem Blog.


Bella Donna – unser Familienrestaurant
Das Bella Donna ist der Favorit meiner Kinder. Sie kennen es gut, fühlen sich dort wohl und holen sich selbst ihr Essen und ihre Getränke – wobei ich sie vorsichtshalber mit etwas Abstand begleite. Für den Fall dass… 😄
Das Buffet ist übersichtlich, die Gänge sind angenehm breit und es ist nicht so überlaufen wie andere Restaurants zur Stoßzeit.
Yachtclub auf der AIDACosma – mein persönlicher Favorit
Ich mag das Ambiente sehr. Die Gänge sind großzügig, man kommt sich nicht in die Quere und es hat eine etwas ruhigere Atmosphäre als die großen Buffetrestaurants. Wer die Cosma fährt, sollte dem Yachtclub unbedingt eine Chance geben.
EAST – asiatisches Buffet – mit Einschränkung
Ich liebe asiatisches Essen. Und trotzdem gehe ich kaum ins EAST. Der Grund: Es ist unheimlich eng. Man steht an, quetscht sich durch schmale Gänge, kommt anderen Gästen ständig in die Quere. Mit Kindern macht das schlicht keinen Spaß. Schade – denn das Essen ist gut.
Fuego – das Kinderrestaurant
Das Fuego hat eine tolle Idee: Das Buffet ist auf Kinderhöhe gebaut, die Kids können also selbst sehen was es gibt. Das Problem: Es gibt keine Ablageflächen für die Teller. Die Kinder können das Essen zwar sehen, aber sich nicht selbst bedienen. Als Elternteil hält man den Teller, bückt sich halb, arbeitet sich am Spuckschutz vorbei und füllt den Teller. Nicht ideal.
Aber das Fuego hat einen Geheimtipp: Eine Softeismaschine die fast den ganzen Tag läuft – kostenlos. Wer kein Eis an der Eisbar kaufen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Meine Kinder wissen das natürlich längst. 😄
Ein weiterer Vorteil: Das Fuego hat fast immer geöffnet. Wenn der Hunger plötzlich kommt – und das kommt er mit Kindern immer plötzlich – ist das Fuego die sichere Anlaufstelle.
Die HiPP-Corner – ein Geschenk für Eltern mit Babys
Auf den Schiffen AIDACosma, AIDAnova, AIDAprima und AIDAperla gibt es neben dem Fuego die sogenannte HiPP-Corner. Ich habe viele Fotos davon – weil ich sie beim ersten Mal selbst kaum glauben konnte.
Was dort steht:
- Kühlschrank mit HiPP-Menüs, Fruchtbrei und Quetschies
- Fertige Babybrei-Gläschen
- Brei zum Anrühren
- Verschiedene Milchpulver
- Mikrowelle
- Thermoskannen mit heißem abgekochtem Wasser
Selbst mitgebrachte Babynahrung wird übrigens in den Restaurants aufgewärmt – einfach das Personal fragen.
Für Eltern mit Babys und Kleinkindern ist die HiPP-Corner ein echter Gamechanger. Man schleppt deutlich weniger mit und hat trotzdem immer alles zur Hand.
Dies ist die dritte Anwendungsbeschreibung, die ihre Fähigkeit zeigt, Betriebsabläufe zu optimieren und zu besseren Ergebnissen in praktischen Szenarien beizutragen.

Meine Tipps für den ersten Restaurantbesuch mit Kindern
- Schaut in der AIDA BoardApp ob es Familienzeiten gibt – eine Zeit wo nur Familien mit Kindern ins Restaurant gelassen werden. 45 Minuten Vorlaufzeit vor allen anderen ist Gold wert.
- Nicht sofort zur Öffnungszeit gehen. Eine halbe bis eine Stunde später ist es deutlich entspannter.
- Kindersitze und Sitzerhöhungen gibt es – einfach die Kellner fragen.
- Buggy wenn möglich draußen lassen. Es ist oft eng, und mit Buggy wird es noch enger.
- Aufteilen funktioniert gut. Ein Elternteil sucht den Platz, der andere holt das Essen. Dann tauschen.
- Die Kellner sind kinderfreundlich und helfen gerne – bei der Platzsuche, beim Essen, beim Aufräumen wenn mal was umfällt.